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TASSO-Tipp: So verhalten Sie sich richtig, wenn Sie ein Tier finden |
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Viele Menschen die ein offensichtlich entlaufenes Tier finden, haben Mitleid und behalten das Tier in guter Absicht. Dabei unterliegt auch ein vermisstes Tier dem Fundrecht und muss wie andere Fundgegenstände unverzüglich bei der Polizei oder dem Ordnungsamt gemeldet werden. Im Ernstfall droht ansonsten eine Anzeige wegen Unterschlagung einer Fundsache. Ist das Tier bei TASSO gemeldet, kann man davon ausgehen, dass der Besitzer auch ermittelt werden kann. Wie geht man also am besten vor, wenn man ein Tier findet? “Wenn das Tier zutraulich ist, überprüfen Sie bitte zunächst, ob es eine SOS-Halsbandplakette von TASSO trägt. Geben Sie uns die dortige Kennummer telefonisch durch. Um alles weiter kümmern wir uns.” rät Philip McCreight, Leiter von Europas größtem Haustierzentralregister. Wenn das Tier keine Marke trägt, ist es ratsam, es zum Tierarzt oder Tierheim zu bringen. Dort wird nach einer Tätowierung oder einem Chip gesucht, um somit den Besitzer über TASSO, zu ermitteln. Häufig kommt es jedoch vor, dass das Tier weder gekennzeichnet noch registriert ist und auch sonst nichts auf den Besitzer hindeutet. In einem solchen Fall kann der Finder dem Tier nach der Fund-Anzeige für zunächst 6 Monate einen Pflegeplatz geben. Meldet sich der Besitzer innerhalb dieser Zeit, muss das Tier wieder zurückgegeben werden; wenn nicht, kann der Finder das Tier behalten. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie sich verhalten sollen, wenn Sie ein Tier finden, rufen Sie bitte kurz bei TASSO an. |
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TASSO e.V. Frankfurter Str. 20 ● 65795 Hattersheim ● Germany Telefon: +49 (0) 6190.937300 ● Telefax: +49 (0) 6190.937400 eMail: newsletter@tasso.net ● HomePage: www.tasso.net |
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Herzkrankheiten ~ Spondylose ~ Hüftgelenksdysplasie
Kastration ~ Pyometra (Gebärmutterentzündung)
Distichiasis & Trichiasis ~ Ektropium ~ Keratitis
Leishmaniose ~ Babesiose ~ Ehrlichiose ~ Lyme-Borreliose ~ Dirofilariose (Herzwurm)
*Wir danken der Organisation "Tiere-in-Spanien"
die uns nachfolgende Informationen freundlicher Weise zur Verfügung gestellt hat*
Leishmaniose beim
Hund
Mittlerweile sind viele Hundehalter und Fachleute mit dem Begriff Leishmaniose vertraut, doch
je mehr über diese Krankheit geredet wird, desto mehr Halbwahrheiten und auch Fehlinformationen
gehen um. Leider werden noch immer viele Leishmaniose - positive, aber dennoch gesunde Hunde
hierzulande eingeschläfert, weil der Wissenstand über diese Erkrankung eher niedrig
ist.
Erreger und Übertragung
Die Erreger (Leishmania infantum, verursacht die kutane und die viszerale Form der Leishmaniose)
sind mikroskopisch kleine Parasiten, die Makrophagen (Zellen des Immunsystems) von Menschen
und Tieren befallen. Übertragen werden sie durch den Stich der Sand- und Schmetterlingsmücke
der Gattung Phlebotomus in der Zeit von Mai bis Oktober. Die Parasiten siedeln sich in Leber,
Milz und Knochenmark an und vermehren sich rasch. Die typischen Symptome der viszeralen Leishmaniose
sind Fieber, Müdigkeit, Gliederschmerzen, einhergehend mit einem allgemeinen Kräfteverfall,
die in einer allmählichen vollständigen Zerstörung von Leber und Milz endet.
Unbehandelt führt die Krankheit in einem Zeitraum von 6 bis 24 Monaten zum Tode. Außerdem
treten geschwürartige Hautveränderungen auf. Die Verbreitung der Krankheit beschränkt
sich auf den Lebensraum dieser Mücken in tropisch- und subtropischen Zonen.
Die Infektionskette sieht folgendermaßen aus: die blutsaugende weibliche Sandmücke
sticht einen Wirt, der die Leishmanien beherbergt. Dies ist ein Wirbeltier, inkl. der Mensch.
Als nächstes sticht die Sandmücke einen Hund und infiziert ihn so.
Ist Leishmaniose übertragbar?
Die Ansteckungsgefahr vom Hund auf den Menschen bzw. von Hund zu Hund ist bisher nicht eindeutig
nachgewiesen. Die Besiedelung eines Organismus mit Leishmanien wird immer nur durch den Stich
der Sandmücke ausgelöst.
Symptome:
Am auffälligsten sind die Hautsymptome: dünnes, glanzloses Fell, stellenweise Kahlheit,
grobe Schuppung (weiß-silbrig), Ohrrandnekrosen, stellenweise Auflagerungen von Schuppenkrusten
und asbestartiger Schuppung. Zusätzlich können entzündliche, ulzeröse Hautveränderungen
auftreten, Augenbindehautentzündungen, Krallenwachstum, Lymphknotenvergrößerung,
Mattheit, Durchfall, Gewichtsabnahme, Gelenkentzündungen.
- Alopezie und Hautschuppung sind bei 60% aller Hunde festzustellen, beginnend in der Kopfregion,
sich dann über den Körper ausbreitend.
- Ulzera (23%) insb. an Gelenken, mukokutanen Übergängen und an Extremitäten.
Hunde mit diesem Befundmuster verfügen wahrscheinlich über eine intermediäre
Immunkompetenz. ( C. Noli )
- Multiple Knoten (12%) . Hunde mit diesem Reaktionsmuster haben eine extrem ineffektive Immunreaktion.(
C. Noli )
Fast nie treten alle Symptome gleichzeitig auf, meist sind nur wenige Symptome vorhanden. Häufig
labordiagnostische Befunde sind: polyklonale Hyperglobulinanämie, Hypoalbuminämie,
Hyperproteinämie, geringgradige Erhöhung der Leberenzymwerte, Anämie, Thrombozytopenie,
Azotämie und Kreatininämie, Leukopenie und Leukozytose mit Linksverschiebung.
Die Inkubationszeit beträgt Wochen bis Monate. Wenn die serologischen Untersuchungen (auf
Antikörper) positiv ausfallen, ist der Hund behandlungsfähig.
Testverfahren:
Es gibt zwei Möglichkeiten zu testen ob ein Hund infiziert ist:
-den Bluttest, mit dem die Krankheit indirekt, über Antikörper (Titer-Wert) bestimmt
wird und
-den direkten Nachweis über eine Knochenmarkpunktion.
Bluttest auf Antikörpertiter, das heißt auf körpereigene Stoffe des Immunsystems.
Dieser Nachweis entscheidet jedoch nicht zwischen erkrankten und gesunden Tieren. Dieses zeigen
lediglich die Symptome.
*Institut für Vergleichende Tropenmedizin und Parasitologie der Universität München
- Leopoldstr.5 - 80802 München - Tel.:089 / 2180 - 3622
Die Kosten belaufen sich auf ca. 25 Euro, bei zusätzlicher Testung auf Babesien und Ehrlichien
ca. 50 Euro. Für Analysen von Tieren aus dem Tierschutz, gewährt das Institut einen
Nachlass. Da die Krankheitssymtome unspezifisch sind, und mit denen der Babesiose und Ehrlichiose
evtl. ähnlich verlaufen können, ist es ratsam, gleichzeitig einen Erregernachweis
auf Ehrlichiose, sowie Babesiose mitbestimmen zu lassen.
PCR-Analyse (Polymerase -Kettenreaktion): als direkter Nachweis nach einer Therapie zur Kontrolle,
ob noch Leishmanien in Lymphknoten oder Knochenmark vorhanden sind. Dieser Eingriff wird narkosefrei
und für den Hund unproblematisch und schnell durchgeführt :
Dr. med.vet. Andreas Moritz - Medizinische und Gerichtliche Veterinärklinik I - Innere
Krankheiten der Kleintiere - Frankfurter Str.126 - 35392 Gießen - Tel.: 0641 / 99-38
608 / 38604
Neueste Forschungsergebnisse
Professor Dr. Hansjörg Eibl, am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in
Göttingen, arbeitet an der Entwicklung eines neuen Mittels zur Therapie von Leishmaniasis
in Hunden.
Da die Untersuchungen bislang noch nicht abgeschlossen sind, und sich das Mittel auch noch
nicht auf dem Markt befindet, müssen Tierärzte und Hundehalter leider noch auf die
klassische Behandlung mit Allopurinol und / oder Glucantime zurückgreifen. Wir werden
über den neuesten Stand der Entwicklung, sowie über eine mögliche Schnellzulassung
informieren.
Behandlung:
Es gibt verschiedene Therapiemöglichkeiten. Am besten verträglich ist der Wirkstoff
Allopurinol, der in der Humanmedizin als Gichtmedikament eingesetzt wird. Es wird in Tablettenform
2 x täglich - 15mg/kg alle 12 Std.verabreicht. Die Dauer der Eingabe kann Wochen bis zu
12 Monate erfolgen. Ratsam ist der Einsatz von Allopurinol bei einem Titerwert von über
1: 64. Eine kurzzeitige Behandlung mit einem Antimon - Präparat (Glucantime) sollte bei
einem starken Schub u. U. erfolgen. (Kombinationstherapie)
Die Injektionen sollten vorzugsweise im Abstand von 12 Stunden (20-40 Tage) intramusculär,
besser subcutan verabreicht werden, da das Medikament eine kurze Halbwertzeit hat und schnell
über den Harn ausgeschieden wird.
Eine Verlaufskontrolle der Serumproteinelektrophorese ist die einfachste und beste Methode
zur Beurteilung des Behandlungserfolges.
Lesen Sie bitte auch den Text: Neues vom
"Leishmaniosekongress in Sevilla 2002"
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Babesiose
Der Erreger ist Babesia canis. Hunde infizieren sich durch den Stich infizierter Zecken. Die
Babesien dringen in die roten Blutkörperchen ein, vermehren sich und zerstören sie.
Dadurch wird unter anderem Blutarmut und Gelbsucht ausgelöst. Zwischen Infektion und Ausbruch
der Erkrankung liegen 3 Tage bis drei Wochen. Vorkommen u.a. in Südeuropa, Frankreich
und Ungarn, Schweiz und in gewissen Gebieten Deutschlands.(Gothe et.al.1986)
Symptome
Der Verlauf kann akut, schleichend, oder chronisch sein. Die typischen Symptome können
ganz oder zum Teil fehlen. Trübung des Allgemeinzustandes, Fieber, blasse Schleimhäute,
und häufig, aber nicht immer, tritt ein hämolytischer Ikterus (Gelbsucht) auf, Milz-
und Leberschwellung, angestrengte Atmung, (infolge der Anämie und der Hämolyse).
In vereinzelten Fällen kann Durchfall auftreten, sowie Haut- und Schleimhautblutungen.
Diagnose
Babesiose Erregernachweis im Blut bei *Institut für Vergleichende Tropenmedizin und Parasitologie
der Universität München
Behandlung
-Oxopirvedine ( Merial ): 15 mg/kg, subcutan, evtl. Wiederholung nach 48 Std.
-Imizol = Carbesia (Schering-Plough ): 6mg/kg, subcutan, zweimalig in Abständen von 14
Tagen. (Auch wirksam gegen Ehrlichiose)
-Tetracyllin Tabletten : 20 - 25 mg/kg , 3 x täglich 10 - 14 Tage
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Ehrlichiose
Erkrankung durch Ehrlichia canis ist ebenfalls eine Infektion die durch Zeckenstiche ausgelöst
werden kann.Sie tritt häufig gemeinsam mit der Babesiose auf, da beide Erreger von denselben
Zecken übertragen werden. Inzwischen traten auch Erkrankungen in Frankreich, Deutschland
und in der Schweiz auf. Überträger ist die braune Hundezecke, die weltweit in warmen
Klimazonen vorkommt.
Symptome
Akut oder meist chronisch, aber auch asymptomatisch. Ein bis drei Wochen nach der Ansteckung
kommt es zum Krankheitsausbruch mit Fieberschüben bis 41 Grad Celsius, Nasen - und Augenausfluß,
blasse Schleimhäute, geschwollene Lymphknoten, zentralnervale Störungen, Gelenkentzündungen,
Durchfall und Erbrechen. Später können sich Knochenmarkschäden und chronische
Blutarmut einstellen.
Im Vergleich zur Leishmaniose ist im Blutbild die Thrombozytenzahl häufig extrem niedrig
.Ausserdem liegt eine Hemmung der Erythropoese vor.
Diagnose
Ehrlichia Erregernachweis im Blut bei *Professor Dr. R. Gothe
Behandlung
-Imizol = Carbesia (Schering-Plough ): Behandlung siehe wie bei Babesiose.
-Doxyclin Tabletten: 10 mg/kg 1x täglich 3 Wochen lang.
Herzwurmkrankheit Dirofilaria immitis tritt weltweit in warmen Klimazonen auf.
Prophylaxe
Von der Firma Phizer wird das Mittel "Selamectin" - ("Strong Hold" - Handelsname)
als "Spot-On" auf einen Fleck beim Hund aufgetragen oder von der Firma Novartis das
Mittel "Program Plus" - 1 Tablette alle 30 Tage pro kg/Körpergewicht.
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Lyme-Borreliose
Der Erreger der Lyme-Borreliose, Borrelia burgdorferi, wir der Familie der Spirochaetaceae
zugerechnet.. Die Verbreitung erstreckt sich rund um den Globus. In Mitteleuropa werden die
Borrelien von der dreiwirtigen Schildzecke (Ixodes ricinus) übertragen, es können
ALLE Zeckenstadien infiziert sein. Die Bakterien, die im Darm der Zecke leben, werden durch
die Blutmahlzeit aktiv. Nachdem der Hund von der Zecke gestochen wurde, dauert es ca. 24 Stunden
bis die Bakterien in den Hund eingedrungen sind. Eine umsichtige Entfernung der Zecken vor
dieser Zeit kann die Infektion verhindern! Endemische Gebiete stellen vor allem Flussniederungen
dar. Hauptsächliche Wirte der Borrelien sind vor allem Nager und Insektenfresser. Die
Zecken sind vor allem von März bis Oktober aktiv, wobei die höchste Aktivität
auf die Monate April bis Juli und September fällt.
Krankheitsverlauf:
Symptome der Borreliose können sein: einzelne oder wiederkehrende Fieberschübe, Lethargie,
Freßunlust und Gewichtsverlust, Lahmheit und Lymphknotenschwellungen. Es kann aber auch
zu Herzbeschwerden, neurologischen Auffälligkeiten oder Nierenerkrankungen kommen. Bei
länger andauernder, wechselnder Lahmheit oder Arthritis sollte an eine Borreliose gedacht
und ausgeschlossen werden.
Diagnose:
Die Diagnosestellung bei der Borreliose ist aufgrund der unspezifischen Symptome schwierig.
Dabei sollte der Nachweis aufgrund der Fragestellung erfolgen. Es gibt hierzu verschiedene
Möglichkeiten:
Borreliose-Antikörpertiter: Immunfluoreszenztest, der Antikörper frühestens
2 Wochen nach Infektion nachweist; früher ist höchstens ein Erregernachweis möglich.
Borreliose-Immunoblot: Durch diesen serologischen Test werden Antikörper gegen einzelne
Borrelien- Antigenfraktionen nachgewiesen. Dieser Test ist spezifischer und auch aufwendiger
und teurer als der Immunfluoreszenztest. Sinnvoll zur Abklärung niedriger oder fraglicher
Titer.
Borrelien-PCR (Polymerase-Kettenreaktions-Test): Direktnachweis (schnell und sehr empfindlich),
benötigtes Untersuchungsmaterial z. B. Gelenksflüssigkeit.
Therapie:
Tetrazykline: 10-22mg/kg KG, Amoxicillin 11-22mg/kg KG, Doxycyclin 5mg/kg KG - 2x tägl.
über mindestens 14 Tage!!
Prophylaxe:
Ein wirksamer Zeckenschutz durch Parasitenhalsband (z. B. Kiltix, Scalibor) oder Spot-On-Präparaten
(z. B. Exspot, Frontline – auch als Spray erhältlich) ist in endemischen Gebieten
unerlässlich. Zusätzlich sollte der Hund nach jedem Spaziergang sorgfältig abgesucht
und Zecken sofort entfernt werden.
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Dirofilariose
(Herzwurm)
Dirofilaria immitis (Herzwurm) ist ein Parasit der sich vorwiegend in der rechten Herzkammer
und in den von dort zur Lunge führenden Arterien ansiedelt. Herzwürmer kommen in
allen tropischen und subtropischen Gebieten, einschließlich der Mittelmeerländern
vor. Für die Übertragung werden bis zu 70 Arten von Stechmücken verantwortlich
gemacht.
Inkubationszeit:
Wochen bis Monate. Ein Nachweis kann frühestens 6 Monate
nach erfolgter Infektion vorgenommen werden.
Krankheitsverlauf:
Die Entwicklung beginnt bereits in der Stechmücke, wo die ersten Larvenstadien durchlaufen
werden bis hin zu der sog. Mikrofilarie. 70-100 Tage nach dem infektiösen Stich gelangen
die adulten Herzwürmer in die Pulmonalarterien und bereits nach 3 Monaten entsteht eine
neue Generation von Herzwürmern. 6-7 Monate nach Infektion kann man im Blut des Hundes
neue Larvenstadien im Blut feststellen. Der Hund verliert an Gewicht und Kondition, leidet
unter Husten, Herz-, Leber- und Niereninsuffizienz. Durch ständige Reizung der Arterienwände
kommt es zur Verdickung der Arterien. Dadurch kommt es zu einer Drucksteigerung im Lungenkreislauf
(Cor pulmonale) und einer erhöhten Thrombosegefahr, welche durch entzündliche Veränderungen
und abgestorbene Würmer noch erhöht wird. Folgeerkrankungen können sein: rechtsseitige
Herzinsuffizienz, Bauchwassersucht, Leberschwellungen, Lungenentzündung und Eisenablagerug
im Organismus. Massiver Befall kann zu Blutrückstau in die Leber führen, was wiederum
Erkrankungen der Leber und der Gallenwege verursachen kann. Beim weitern Verlauf kann es zusätzlich
zu Anämien, Ausscheidung des Blutfarbstoffes über den Urin und Gerinnungsstörungen
kommen. Meist kommt es dann zu einerm tödlichen Nierenversagen.
Diagnose:
Der (Antigen-) Nachweis adulter Herzwürmer wird mittels Serum über einen ELISA-Test
durchgeführt. Der Test ist allerdings erst 4-6 Monate nach Infektion aussagekräftig.
Der mikroskopische Nachweis der Mikrofilarien ist über einen Blutausstrich möglich.
Die Blutentnahme sollte in den Morgen- oder Abendstunden vorgenommen werden, da sich die Mikrofilarien
dann in den Blutgefäßen dicht unter der Haut befinden. Bewegliche Mikrofilarien
sind sichtbar.
Mit venösem Blut ist der Nachweis mittels Knott-Test möglich: Ein Tropfen EDTA-Blut
wird mit 9ml 2% Formaldehyd gemischt, zentrifugiert, Färbung des Sediments mit Methylenblau
– im Niederschlag sind Mikrofilarien mikroskopisch nachweisbar. ABER: Bei ca ¼
der Hunde findet man keine Mikrofilarien, deshalb spricht man hier auch von okkulter Dirofilariose.
Therapie:
Alle Mittel gegen Dirofilariose sind mehr oder weniger toxisch!
Carpasolate (Arsenverbindung) bei adulten Filarien: 2,2mg/kg KG i.v. an zwei aufeinanderfolgenden
Tagen – bei Nebenwirkungen wie Erbrechen, Appetitlosigkeit oder Ikterus sollte die Therapie
sofort abgebrochen werden.
Immiticide (Melarsamin) ist besser verträglich: 2,5mg/kg KG i.m. 2x im Abstand von 24
Stunden
Ivermectin bei Mikrofilarien: 0,05-0,5mg/kg KG s.c. als Einzeldosis
Es kann infolge der massiven Fremdeiweißbelastung zu einer anaphylaktischen Reaktion
kommen, deshalb sollte die Therapie mit Antihistaminika und evtl. Prednisolon vorbereite und
begleitet werden!
Prophylaxe:
In endemischen Gebieten sollte eine Chemoprophylaxe betrieben werden.
Zur Verfügung steht als Injektion: Heartgard 30 (Ivermectin: 0,006mg/kg KG s.c. alle 4
Wochen) oder als Spot-On: Stonghold (eine Ampulle der jeweiligen Gewichtsklasse alle 4 Wochen).
Die Mittel sind für Collies und Bobtails nicht geeignet!!
Fragen Sie hierzu Ihren Tierarzt!!
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